Spiele mit Pfiff

Wenn angebliche Fürsten Roulette spielen

Im zweiten Teil der Methode kommen ganz grundlegende Dinge zur Sprache. Wenn man behauptet, ein perfektes Roulette System entwickelt zu haben, muss eine Art Philosophie erkennbar sein. Um das Roulette und damit die Kugel zu besiegen, bedarf es kleiner, gut verständlicher Tricks, die jeder Spieler umsetzen kann.

Damals in Zeiten, als Spiritisten zu Mitternacht in abgedunkelten Zimmern trickreich die verstorbenen Seelen der Angehörigen ihrer zahlenden Gäste herbeibeschworen, war Leichtgläubigkeit keine Seltenheit.

In der Moderne ist die Sicht auf die Spieltische differenzierter. Von Interesse sind jetzt Berechnungen und fundiertes Wissen. Man hat Spaß an Zahlen und Statistiken. Immer noch wird gerne verkauft aber vieles ist der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Eine ganze Palette von so etwas, speziell für Roulette, findet man hier. Ich maße mir kein Werturteil an. Fundiert klingt es schon.

Es wird immer schwieriger, überhaupt etwas Vernünftiges zu dem Thema zu finden. Manchmal sehnt man sich in die Zeiten des Fürsten zurück. Da glaubte man einfach an alles. Gewann man, war es eben die Magie des Systems. Im Verlustfall müssen böse Mächte dafür verantwortlich gewesen sein.

Zurück zu der Schrift. Nach dem Aufwärmen enthüllt der Fürst im zweiten Teil langsam, warum es geht.


Die überwältigende Sicherheit, das Roulette in perfekter Weise mit dieser Strategie zu bezwingen

Wie nur ein einziger zutiefst durchdachter Trick oder das Bündel vieler davon die Chancen in die Höhe steigen lassen

Keine Rücknahme für dieses perfekte Roulette System

Der Verfasser fordert endlich diejenigen, welche dies Büchlein in der Praxis anwenden wollen, auf, es in stummer Weise vor einem in Tätigkeit begriffenen Roulette zu experimentieren.

Sie werden sich so in einer oder zwei Sitzungen von einer Viertelstunde und bevor sie ihre Börsen öffnen, die Gewohnheit der Lektüre des Tableau und die Sicherheit aneignen, welche dies ihnen einflössen muss, damit sie ohne alle Befürchtungen spielen können.

Allgemeines Regeln, der der Spieler nie außer Acht lassen darf

Paragraph 1

Der Spieler muss stets mit dem vollen notwendigen Einsatz zu den 36 Coups versehen sein. Er muss unter anderem immer kleine Münze in genügender Quantität bei sich haben, um schnell seinen Einsatz machen zu können.

Anmerkung. Indem er dies System befolgt, wird er es vermeiden, den Bankier um kleine Münze bitten zu müssen, zumal er auf dessen Gefälligkeit eben nicht rechnen kann.

Er wird ferner jeden Irrtum in der Berechnung dieser Münze vermeiden, ebenso die Zänkereien, welche leicht herbeigeführt werden und welche die Folge dieser Irrtümer sein können.

Ein Spieler kann vollkommen allein spielen. Allein wir würden es, besonders für Anfänger, doch vorziehen, zu Zweien zu spielen.

Während der Eine von ihnen spielt und das Spiel überwacht, bereitet der Andere den Einsatz für das folgende Spiel vor, gerade, als hätten sie es als Prinzip angenommen, dass sie in jedem Spiel notwendiger Weise verlieren müssten.

Ist der Coup gewonnen , so hat der mit der Vorbereitung des Einsatzes betraute Kompagnon nichts weiter zu tun, als den abgezählten Einsatz einzustecken und ihn gegen das einzige Geldstück, das den Einsatz des ersten Coups bildet, einzuwechseln.

In dieser Weise vermeidet man jeden Irrtum, und man läuft nie Gefahr, einen Coup vorübergehen zu lassen, den man vielleicht gewinnen kann.

Paragraph 2

Der Spieler muss niemals den angegebenen Einsatz weder verringern, noch erhöhen.

Anmerkung. Indem man den Einsatz erhöht oder verringert, bricht man das Gleichgewicht aller seiner Berechnungen, und das Spiel wird von da ab nur ein Spiel des Zufalls, bei dem man im Voraus überzeugt sein kann, dass man seine ganzen Einsätze verliert.

Paragraph 3

Ist der Coup verloren, muss der Spieler den für den folgenden Coup Einsatz hinlegen.

Anmerkung. Die vorstehende Anmerkung (Paragraph 2) weist genügend die Gefahr nach, die man läuft, wenn man nicht buchstäblich die Vorschriften dieses Paragraphen befolgt.

Paragraph 4

Ist der Coup gewonnen, gleichviel nach welcher Serie von Verlusten, anstatt durch die Nummer des Einsatzes fortzufahren, die der folgt, welche soeben gewonnen hat, muss man immer wieder den ersten Einsatz anfangen.

Anmerkung. Ganz abgesehen von der in der Anmerkung des Paragraphen 2 angegebenen Gefahr, würde man auch, handelte man anders, die Tollheit begehen, mit einem Male eine Summe zu opfern, die hingereicht hätte, um zu spielen und andere Male zu gewinnen.

Man wird ferner bemerken, dass die drei ersten hiernach angegebenen Coups und die mit dem schwächsten Einsatz gespielt wurden diejenigen sind, die am meisten Gewinn gewähren.

Paragraph 5

Da der Spieler, besonders wenn er allein ist, seine ganze Klarheit des Geistes nötig hat, so muss er sich beim nächsten Gewinn zurückziehen, sowie er sich ermüdet fühlt.

Er muss gleichfalls einhalten oder sich beim nächsten Gewinn zurückziehen, so wie er bemerkt, dass die günstige Chance sich in zu langen Zwischenräumen darbietet.

Paragraph 6

In dem er niemals von dem ihm hier vorgezeichneten Weg abweicht, kann ein Spieler, der Herr über sich selbst ist, durchschnittlich in einer Stunde mit dem hier angefügten Tableau, das einen Einsatz von 4000 Taler erfordert, fünfhundert Taler gewinnen.

Abbildung des Tableaus mit 36 Nummern

Der moralische Zweck unseres Büchleins hat nun ein Gesetz daraus gemacht, hier nur die Zahlen anzugeben, auf denen unser System beruht. Wer sich zu ruinieren wünscht, weicht davon ab, um sich dem Hasard hinzugeben und alles zu verlieren.

Wie sie auf dem grünen Tische sich befinden

11 Möglichkeiten, Transversalen auf dem Roulette Tisch Tableau zu setzen


Der Leser ahnt bereits jetzt, hier geht es um eine Strategie auf Transversalen, genauer Sechsertransversalen.

Für die damalige Zeit doch etwas ungewöhnlich, weil sich die meisten Systemspieler perfekt auf das Bekämpfen von Verlustphasen auf den Farben rot und schwarz einrichteten, entweder mit völlig irrsinnigen Steigerungen der Spieleinsätze oder mit dem Aussitzen vermeintlicher schlechten Strecken.

Während der Hasardeur innerhalb weniger Kugelwürfe alles verlor, wartete der Geduldige stunden-, manchmal tagelang auf seine Chance. Wenn er nach so langem Warten dann trotzdem verlor, war die Verzweiflung nicht minder groß als bei dem Hasardeur.

Ganze Häuser, Burgen und Schlösser gingen damals an den Roulette Spieltischen an nur einem Tag zugrunde. Mag es auch bei dem einen anderen anderen ein wenig länger gedauert haben, die letzte Kugel gaben sich Blaublütige nicht selten im schönen Garten, draußen vor der Spielbank, nachdem der letzte Taler vom Spieltisch verschwand.

Im nächsten Teil folgen die eigentlichen Regeln für das fürstliche Roulette System. Ob es wirklich zu gut und so perfekt ist, wie der Systemverlag Bloch es damals vollmundig ankündigte, wird sich zeigen.

Erster Teil: Trieb die beste Roulette Strategie viele Casinos in den Ruin?

Dritter Teil: Die finalen Roulette Regeln der Transversalen Progression



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